Eine Soldaten- und Veteranenveranstaltung mit Pferden – wat soll das denn?

„Du hast einen Termin. Fahr da mal hin.“, hat mein Fallmanager damals gesagt. Hinterfrage nicht und mach einfach mit. Du wirst nicht der einzige sein. Andere, wie wir es sind, werden auch da sein.

Als ich das erste Mal von so einem Ding erfuhr, waren meine Gedanken die folgenden: 

  • „Was zur Hölle soll ich mit Pferden machen?“
  • „Wenigstens kann ich ein bisschen reiten…“ Oh - Überraschung, hat doch nix mit Reiten zu tun!?
  • „Wat? Ich soll nur beobachten?“ - … das waren meine ersten Gedanken beim Kennenlernen der Pferde. 
  • „Mit dem Zeug „soll“ ich was machen?“ …. Als ich vor einer Ansammlung von Objekten, Fässern, Bällen und vielem mehr stand.
  • Auf Augenhöhe, ohne Wertung
  • Gespräche „außerhalb“
  • „Ok – ich hab was zum Nachdenken ...“

Diese Sätze haben sich bei mir eingebrannt. Ohne es zu wissen, bedeuteten diese Sätze eine Kehrtwende in meinem Leben. Nicht sofort, aber stetig begann sich mein Leben nach diesem Wochenende zu ändern. Ein langer Prozess mit Höhen und Tiefen. Wenn ich gefragt werde: „Warum Pferde? Wie funktioniert das?“, ist meine Antwort häufig. „Weil es funktioniert.“

Eine Erfahrung, die mir in Erinnerung geblieben ist, ist, dass es völlig egal ist, was du getan hast, woher du kommst, und wer du jetzt bist. Der Fokus lag im Hier und Jetzt, nicht auf dem was war oder wird.

Aus meiner eigenen Erfahrung heraus hat sich bei mir der Wunsch entwickelt, nicht nur in der Veteranenarbeit tätig zu werden, sondern auch denjenigen, die in einer ausweglosen, verzweifelten Situation sind, eine Hand zu reichen. Mit der sie eine Möglichkeit bekommen, eine andere Perspektive zu gewinnen, eine andere Erfahrung mit sich selbst und mit ihrer PTBS zu machen.

Ein Wochenende. Die Möglichkeit, mit anderen – mal mit der eigenen Familie, mal mit Kameraden – Zeit mit oder ohne Pferde in der Pfalz zu verbringen. Ohne Vorgaben und Zugzwang, ohne Programm – ohne Richtig und ohne Falsch. Keine Therapie.

Als eingetragener Verein haben sich eine Gruppe von Menschen zusammengetan, die genau dies ermöglichen wollen: wir wollen einen Raum zu Verfügung zu stellen, in dem ein Zusammenkommen auf Augenhöhe möglich ist. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es wichtig ist, Rückendeckung zu haben. Für den Fall einer Krisenintervention ist Ilka Parent Teil des Teams.

Von einem Veteran für Veteranen: 

Eric Warhonowicz

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