Vor allem in der Arbeit mit einsatzbedingter Belastungsstörung hat sich EMDR als nicht so wirksam erwiesen, wie dies ursprünglich erhofft wurde. Gründe hierfür sind vielfältig: mitbedingt durch die moralische Verletzung, die Soldaten und Veteranen im Laufe ihrer Anerkennung der einsatzbedingten Belastungsstörung erfahren, sind fehlendes Vertrauen in Behandler und Behandlung oft ein Störfaktor in der traumatherapeutischen Arbeit. Dasselbe gilt für Menschen, die unter komplexer PTBS, v.a. auf der Beziehungsebene, leiden.

Seit 1992 arbeite ich u.a. gezielt mit Soldaten und Veteranen; seit meiner Rückkehr nach Deutschland vermehrt nun auch mit Menschen anderer Populationen, die hoch/komplex traumatisiert sind und ebenso, auf der Beziehungsebene, ein bedachtsames und langsames Vorgehen benötigen. Der Beziehungsaufbau bei komplexer PTBS ist vonnöten, damit das traumatische Material be- und verarbeitet werden kann.

Pferdeunterstützte Psychotherapie beinhaltet, dass Pferde als sog. „Team-Mitglieder“ in den therapeutischen Prozess mit eingebunden werden. Interaktionen zwischen Patient und Pferd(en) dienen nicht nur der Anamnese, sondern geben Auskunft über zugrundeliegende Konzepte, die erlebnispädagogisch vom Patienten mit den Pferden Einsichts-Bewusstseins-erweiternd bearbeitet werden können. In der pferdeunterstützten Psychotherapie wird nicht geritten. Immer wieder stellte sich in der Arbeit heraus, dass der Bezug zum Pferd die therapeutische Beziehungsebene positiv beeinflusst und den therapeutischen Vorgang beschleunigt. Ein bedachtsamer Umgang mit dem Pferd, i.S. dass diese(s) nicht „instrumentalisiert“ wird, ist hierfür notwendig.

Im Rahmen der psychodynamischen pferdeunterstützten Traumatherapie wird auch traumakonfrontativ mit EMDR gearbeitet - und das/die Pferd(e) miteinbezogen. Sei es in der Bewegung neben dem Pferd, wobei der Hufschlag des Pferdes auf dem Asphalt mitsamt des Klopfens/Tappen auf den Schultern der bilateralen Stimulation dient –oder aber seit 2007 auch auf dem Pferd. Die Bewegungen des Pferdes, zusammen mit dem Hufschlag, dienen neben anderer physischer und physiologischer Faktoren einer weiteren Orientierung des Patienten im Hier und Jetzt. Bei den verwendeten Protokollen handelt es sich um das Standardprotokoll und das Somatisierungs- bzw. Schmerzprotokoll, und bei hoher Dissoziation den Einbezug der 4 (bzw. 6) Felder Technik.

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